NABU – Grünschnack

Liebe NABU- Mitglieder, liebe Naturfreunde,

immer wieder wird an uns der Wunsch herangetragen, sich gelegentlich mal zu treffen, um aktuelle Infos zum Naturschutz in Reinfeld und Nordstormarn auszutauschen.

Der Vorstand hat auf der letzten Sitzung daher beschlossen, den NABU-Grünschnack wieder zu beleben.

Wann: Freitag, 6.Dezember 2019, 19 Uhr

Wo: Sportgaststätte Reinfeld, Bischofsteicher Weg 45a

Schwerpunktthema aus aktuellem Anlass: Wasser

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

Trave – ein Fluss mit vielen Wendungen

Mittwoch, 30. Oktober 2019
19:00 Uhr
Institut für Ökologischen Landbau Trenthorst, Herrenhaus
Trenthorst 32, 23847 Westerau

Die Trave ist mit rund 120 km der zweitlängste Fluss Schleswig-Holsteins. Ursprünglich von den Schmelzwassern der Eiszeit geformt, schlängelte er sich Jahrtausende ungestört durch die Landschaft.

Vor 200 Jahren begann der Mensch dann, den Fluss immer stärker zu zähmen – insbesondere im letzten Jahrhundert nahm man ihm viele Wendungen und begradigte ihn auf weiten Strecken.

Die Trave sollte dem Transport dienen – von Gütern und Menschen, vor allem aber dem Abtransport des Wassers aus der Landschaft heraus in Richtung Ostsee – Siedlungen am Fluss sollten vor Hochwasser geschützt und landwirtschaftliche Nutzfläche gewonnen werden.

Heute wendet sich der Umgang mit unseren Gewässern und dort, wo möglich, darf sich die Trave wieder schlängeln.

Die Biologin Sabine Reichle, Vorsitzende des NABU Reinfeld-Nordstormarn, stellt die Entwicklung und einige neuere Maßnahmen vor.

Der Eintritt ist frei.
Anmeldung erbeten per E-Mail unter: foelt@thuenen.de
telefonisch unter: 04539 8880 201 oder 04539 8880 215

Wasservogelzählung

Der NABU Reinfeld-Nordstormarn führt im Naturschutzgebiet „Oberer Herrenteich“ in Reinfeld im Winterhalbjahr eine Zählung der rastenden Vögel im Rahmen der Internationalen Wasservogelzählung durch.

Von September bis April findet jeweils an dem Wochenende, das dem 15. des Monats am nächsten ist, von der Brücke Fischhuser Damm die Zählung mit Spektiv und Fernglas statt. Die morgendlichen Zählungen dauern ca. 1,5 Stunden und sind öffentlich.

Die genauen Termine und Uhrzeiten erfahren Sie bei der Schutzgebietsbetreuerin Frau Schweim.
E-Mail: k.schweim@nabu-reinfeld.de.

20. September – Stormarner Fridays for Future

Liebe NABU-Mitglieder und Naturverbundene,

wir haben untenstehende Anfrage der Fridays for Future-Bewegung ob wir uns dem Protest am 20.09., ab 10 Uhr in Bargteheide anschließen möchten.

Die Stormarner Naturschutzorganisationen NABU und BUND mit ihren Ortsgruppen halten es für sehr wichtig, die Fridays for Future-Bewegung zu unterstützen und zumindest bei bestimmten Terminen „Flagge und Solidarität“ zu zeigen.

Denn ihre Bewegung erzeugt nämlich derzeit tatsächlich auch für unsere Naturschutzarbeit und –themen mehr Druck und Bereitschaft für Diskussion und Zugeständnisse bei Politik, Behörden und Landnutzern! Dies ist auch im Rahmen unserer NABU Reinfeld-Nordstormarn Naturschutzarbeit merklich spürbar! Insofern ist es in unser aller Interesse, wenn wir gemeinsam und unsererseits die Bewegung unterstützen!

Die 4-5 NABU-Ortsgruppen aus Stormarn (Bad Oldesloe, Bargteheide, Ammersbek, Reinfeld-Nordstormarn und evtl. auch Ahrensburg) werden die FFF-Akteure unterstützen. Wir werden an dem Tag unter dem NABU-Logo mit dem Zusatz „Stormarn“ vereint auftreten und Informationen zur Klimaschutzrelevanten Naturschutzthemen wie z.B. Wiedervernässung von Feuchtgebieten und Schutz und Vermehrung von Wald anbieten, es gibt einen gemeinsamen Infostand.
Der genaue Ablauf ist noch nicht festgelegt, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben (z.B. ist wohl eine Radtour ab Bad Oldesloe mit Start um 8 Uhr geplant, Startpunkt steht aber noch nicht fest).

Ich würde mich daher freuen, wenn auch viele Mitglieder des NABU Reinfeld-Nordstormarn dort vertreten wären!

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber gerne können auch andere Menschen motiviert werden!

Sabine Reichle,
NABU Reinfeld-Nordstormarn

Exkursion zum Kranich-Rastplatz

Termin: Samstag, 28. September 2019

Bus-Exkursion zum Kranich-Rastplatz Langenhagener Seewiesen (MV).
Leitung: Sabine Reichle, Klaus Graeber.
Jedes Jahr rasten an dem Flachwassersee bis zu 3000 Kraniche, die bei Sonnenuntergang laut rufend einfallen. Von Langenhagen aus lässt sich das Naturschauspiel hervorragend beobachten. Eine Führung durch das wunderschön gelegene Kloster Dobbertin und ein Kaffeetrinken im „Brauhaus“ runden die Exkursion ab.

Treffpunkte:
13:15 Uhr in Bad Oldesloe am ZOB
13:30 Uhr in Reinfeld, Parkplatz Lidl.
Rückkehr ca. 22:00 Uhr
Warme Kleidung und Fernglas empfehlenswert, ggf. Verpflegung mitnehmen.
Kosten für die Busfahrt, Klosterbesichtigung und Kaffeetrinken: 25 €, Kinder 15 €.
Wir bitten um vorherige Anmeldung bei Bernd Moll, Tel. 04531 84330

Jahreshauptversammlung 2019

Liebe NABU-Mitglieder, liebe NABU-Freundinnen und Freunde,

wir laden zur diesjährige Mitgliederversammlung mit Frühlingskaffe ein:

Sonntag, den 24.März 2019, um 15 Uhr

Wir freuen uns, wieder in Groß Barnitz bei Herrn Kollschegg, Antiquitäten und Restaurierung, ehemaliger Festsaal, zu Gast sein zu dürfen!

Im Anschluss an die Tagesordnung zeigen wir einen spannenden Film über die Sanierung des Altarms Kneeden.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen!

10 Jahre Fledermausprojekt

Liebe Natur-Interessierte,
liebe NABU-Mitglieder,

das Fledermaus-Kooperationsprojekt des NABU Reinfeld-Nordstormarn mit der Matthias-Claudius-Grundschule in Reinfeld besteht nun 10 Jahre – von Ehrenamt und Schulengagement erfolgreich getragen und von der Gladigau-Stiftung und dem Schulverein verlässlich gefördert – in diesen Jahren haben die Schüler der jeweils dritten Klassen sich wochenlang und fächerübergreifend mit dem Thema Fledermäuse und Fledermausschutz beschäftigt. Bei der Sanierung des Schulgebäudes wurde das Thema aufgegriffen und Fledermausquartiere in die Fassade eingebaut, ein Beet auf dem Schulhof fledermaus- und insektenfreundlich gestaltet, die Schule für dieses Kooperationsprojekt als „Zukunftsschule Schleswig-Holstein“ mehrfach ausgezeichnet!  Gründe genug, dieses Projekt mit einer Jubiläumsveranstaltung zu feiern!

Zu dieser besonderen Feier möchten wir Sie ganz herzlich einladen (Programm siehe Anlage). Die Schüler haben sich ein tolles (Mitmach-)Programm zum Thema Fledermäuse und Fledermausschutz überlegt, der Schulverein sorgt für die Verköstigung und am Abend gibt es bei schönem Wetter eine Fledermausexkursion für Interessierte.

Mittwoch, 26.09.2018, 17 Uhr
(Ende: jeder entscheidet für sich, wie lange er bleibt),
Abendexkursion ab 19:15 Uhr

(Eine Anmeldung ist nicht erforderlich)
Ort: Matthias-Claudius-Schule Reinfeld, Pausenhalle

Einige Zahlen zum Jubiläum: Was bedeuten 10 Jahre Projektlaufzeit?

  • 59  Dritte Klassen haben teilgenommen
  • ca. 1300 SchülerInnen waren beteiligt,
  • ca. 2.500 Teilnehmer haben an den 118 Abendexkursionen teilgenommen (SchülerInnen, Lehrkräfte, Eltern, Geschwister)
  • 720 Fledermauskästen wurden gebaut und bereichern die Sommerquartier-Vielfalt für die Fledermäuse in Nordstormarn

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ehrennadel für Sabine Reichle

Uwe Bohn, 2. Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe (li.), und Tim Reichle überreichten Sabine Reichle die Auszeichnung ders Landesverbandes.

Nabu verleiht höchste Auszeichnung an die engagierte Naturschützerin.

Damit hat Sabine Reichle nicht gerechnet: Gerade noch hatte sie sich zusammen mit den Mitgliedern der Nabu-Ortsgruppe Reinfeld- Nordstormarn souverän durch die Tagesordnung der jährlichen Mitgliederversammlung gearbeitet, als ihr Stellvertreter Uwe Bohm und ihr Sohn Tim mit einem Blumenkorb vor ihr standen und zu einer feierlichen Laudatio ansetzten. Der besondere Rahmen bei Kaffee und Kuchen in den Werkstatträumen von Uwe Kolschegg hatte natürlich einen Grund: Sabine Reichle wurde vom Nabu-Landesverband mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die die Naturschützer zu vergeben haben, mit der goldenen Ehrennadel.

Sabine Reichle ist eine Kämpfernatur. Zwei schwere Erkrankungen konnten sie nicht aus der Bahn werfen, von denen die letzte Behandlung immer noch sichtbar ist. Doch selbst das konnte die langjährige Vorsitzende nicht davon abhalten, die derzeitigen Arbeiten für die Entschleunigung der Trave im Blick zu behalten. Doch die natürlichere Gestaltung der Trave ist nur eine Herzensangelegenheit von Sabine Reichle, auf deren Wissen Behördenvertreter und Kommunalpolitiker ebenso vertrauen wie Klein Wesenbergs Pastor Erhard Graf, der bei Naturschutzprojekten der Kirchengemeinde mit ihr zusammenarbeitet. Ob beim Fledermausschutz, der Jugendarbeit mit den „Trave-Kids“, beim Anbringen von Nistmöglichkeiten für Turmfalken, dem Seeadlerschutz im Raum Reinfeld, beim Naturlehrpfad am Herrenteich, dem Amphibienschutz in Zarpen, der GPS-Erfassung von Bäumen für Fledermäuse im Staatsforst bei Reinfeld oder ihre Mitarbeit in der Landes-Arbeitsgruppe „EU-Wasserrahmenrichtlinie“: Die Mitwirkung von Sabine Reiche ist gefragt und ihre Bereitschaft, ehrenamtlich für den Naturschutz einzutreten ist nahezu grenzenlos.

Die Nabu-Vorsitzende behält nicht nur beim Ankauf von Flächen für den Naturschutz, insbesondere für die Entwicklung des Travebogens, die Zügel in der Hand, sondern hat zudem Weitsicht bewiesen, als sie die Nabu- Ortsgruppe Reinfeld um den Zusatz Nordstormarn erweiterte. Dadurch schnellten die Mitgliederzahlen in die Höhe, die sich inzwischen bei knapp 200 eingependelt haben.

Uwe Bohm: „Bei der Benennung deiner Verdienste haben wir sicher einige vergessen. An der Aufzählung sieht man, wie viel Zeit ins Land gezogen ist. Mit Dir zusammen haben wir eine Menge bewegt. Dich zu ehren tun wir von Herzen gern.“ pd

Artikel von Petra Dreu im Wochenspiegel Reinfeld vom 14. April 2018

Interkulturelle Naturerlebnisse

Der NABU Reinfeld-Nordstormarn und die Diakonie Flüchtlings-Sozialarbeit haben im Sommer 2016 mit Familien aus Deutschland, Albanien, Syrien und Afghanistan einen spannenden Naturerlebnistag am Reinfelder Herrenteich erlebt.

Eltern und Kinder waren gleichermaßen begeistert von den kleinen und großen Erlebnissen am Wanderweg. Ob Wasservögel oder Schnecken, alles wurde bestaunt. Besonders begehrt waren die Ferngläser und Fernrohre des NABU, mit denen Graureiher und Kormoran formatfüllend beobachtet werden konnten. Und mit 25-facher Vergrößerung waren die kleinen Enten plötzlich riesengroß…

Die Teilnehmer staunten, als eine albanische Mutter mit wenigen Handgriffen aus Schilfblättern kunstvolle und vor allem schwimmfähige Boote zauberte, die später von der Brücke am Fischhuser Damm zu Wasser gelassen wurden. Anschließend maßen die Kinder mit ausgebreiteten Armen und Zollstock staunend die 2,50 m Spannweite eines Seeadlers nach.

Munter wurde diskutiert, ob es Graureiher auch in Syrien oder Afghanistan gibt, wie diese auf Arabisch oder Persisch heißen oder welche Greifvögel es in Albanien gibt. Die Übersetzung ins Arabische oder Persische leisteten  Mitarbeiter der Diakonie Flüchtlings-Sozialarbeit.

Am Ende verteilte der NABU an die Kinder kleine Vogelbücher, die beim nächsten Spaziergang bequem in die Hosentasche passen und beim Wiedererkennen von Haubentaucher und Reiherente helfen.

Der NABU Reinfeld-Nordstormarn, die Diakonie Flüchtlings-Sozialarbeit und ehrenamtliche afghanische Helfer der Reinfelder Tafel als Übersetzer haben deutschen und afghanischen Familien das „Reinfelder Nachtleben“ am Herrenteich näher gebracht.

Mit viel Spaß haben die teilnehmenden Familien spannende Fakten über die heimischen Fledermäuse erfahren und deren Ultraschalllaute mit Dedektoren des NABU hörbar gemacht.