Frühlingsboten – Osterhase, Feldhase (Lepus europaeus)

Vorweg: Die Auflösung des Monatsrätsels lautet: Stockentenweibchen


Der Frühling steht vor der Tür und damit auch das Osterfest. Ostereier und der Osterhase gehören selbstverständlich dazu. Doch wann haben Sie den Osterhasen zuletzt gesehen?

Bild von Erika Wittlieb auf Pixabay

Das reale Vorbild des Osterhasen – der Feldhase –  wird ca. 60 bis 70 Zentimeter lang. Er hat kräftige, lange Hinterbeine, kann sehr schnell beschleunigen und sehr gut springen. Sein Fell ist braun bis rotbraun. Mit seinen langen Ohren kann er sehr gut hören. Tagsüber versteckt er sich gerne in einer von Hecken oder hohem Gras geschützten Mulde (Sasse), die er sich gräbt. Zu Beginn der Fortpflanzungszeit von Januar bis März treffen sich Hasen und Häsinnen zur Paarung auf Äckern oder Wiesen. Dann lassen sie sich auch tagsüber gut beobachten.

Die Bestände des Feldhasen haben seit den 80er Jahren um 75 Prozent abgenommen, etwa zwei bis drei Millionen Tiere soll es über ganz Deutschland verteilt noch geben. Auf der Roten Liste ist der Feldhase als gefährdet eingestuft.

Dem Hasen fehlen immer mehr die Nahrung und Verstecke. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit dem Verlust von Strukturelementen und fehlender Nahrung ist hautsächlich für den schlechten Zustand der heimischen Hasenpopulation verantwortlich. Der Feldhase braucht abwechslungsreiche pflanzliche Kost, bestehend aus Gräsern, Kräutern, Wurzeln und Knollen. Die intensive Ackerbewirtschaftung mit Monokulturen, Düngung und Pestizideinsatz schmälert das Nahrungsangebot für den Feldhasen.

Durch die Anlage von Blühstreifen, Hecken und eine Extensivierung der Landbewirtschaftung könnten Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten deutlich verbessert werden. Neben dem Hasen profitieren von solchen Maßnahmen viele andere heimische Tierarten, darunter bedrohte Wiesenvögel wie Kiebitz und Feldlerche, aber auch Bienen und andere Insekten. Mehr Informationen zum Feldhasen und wie Sie den NABU bei Maßnahmen zum Schutz des Osterhasen unterstützen können, finden Sie unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/16729.html.